OTOthoTools

fstab-Prüfer

Mounts und Boot-Risiken prüfen
Eingabe
Ergebnis1 Befunde
  • Kein kritisches Problem erkannt

Einführung

Der fstab-Prüfer kontrolliert die sechs Felder jedes /etc/fstab-Eintrags: Gerät, Einhängepunkt, Dateisystemtyp, Mount-Optionen, Dump-Flag und fsck-Pass. Die meisten Boot-Fehler und späten Mount-Überraschungen stammen genau aus diesen Feldern.

fstab(5) ist die Systemdatei, die festlegt, wie Blockgeräte, Netzwerk-Freigaben und Dateisysteme beim Boot gemountet werden. Eine einzige fehlerhafte Zeile kann den Boot verzögern, ein benötigtes Dateisystem überspringen oder im schlimmsten Fall einen Dienst auf einen Mount warten lassen, der nie kommt.

Ziel

  • Einträge erkennen, die nicht exakt sechs durch Leerzeichen getrennte Felder haben.
  • Doppelte Einhängepunkte erkennen, die das Mount-Verhalten mehrdeutig machen.
  • Netzwerk-Dateisysteme (NFS/NFSv4) ohne _netdev-Option kennzeichnen.
  • Das fsck-Pass-Feld gegen die erlaubten Werte 0, 1 und 2 prüfen.

Eingaben

  • Der Inhalt von /etc/fstab (einfügen) oder eine einzelne Mount-Zeile.
  • Kommentarzeilen (beginnend mit #) und leere Zeilen werden ignoriert.

So funktioniert es

Jede Nicht-Kommentarzeile wird an Leerzeichen aufgeteilt. Ergibt die Zeile nicht exakt sechs Felder, meldet das Werkzeug einen Befund hoher Schwere mit Zeilennummer und gefundener Feldanzahl.

Gültige Zeilen werden auf doppelte Einhängepunkte (Spalte 2) geprüft. Ist der Dateisystemtyp nfs oder nfs4 und enthält das Optionsfeld kein _netdev, wird eine Warnung ausgegeben, die Option zu ergänzen, damit der Mount auf das Netzwerk wartet. Schließlich muss Spalte 6 (fsck-Pass) 0, 1 oder 2 sein; alles andere wird markiert.

Wird kein Problem gefunden, meldet das Werkzeug ein sauberes Ergebnis. Die Prüfungen sind deterministisch — dieselbe Datei erzeugt immer dieselben Befunde.

Testbares Beispiel

Ausprobieren — die Analyse läuft lokal in Ihrem Browser.

Beispiel

UUID=1a2b-3c4d / ext4 defaults 0 1
10.20.0.15:/srv/shared /mnt/shared nfs rw,hard,_netdev 0 0

Erwartete Ausgabe

Zeile 1: OK — Root-Dateisystem mit gültigem fsck-Pass.
Zeile 2: OK — NFS-Mount mit _netdev vorhanden.
Ergebnis: kein kritisches Problem erkannt.

Ausgabe verstehen

  • Ein hoher Befund bedeutet, dass die Zeile fehlerhaft oder gefährlich ist; vor dem Neustart korrigieren.
  • Eine Warnung bedeutet, dass der Eintrag wahrscheinlich funktioniert, aber beim Boot überraschen kann — etwa ein Netzwerk-Mount ohne _netdev, der den Boot anhalten kann.
  • Ein sauberes Ergebnis bedeutet nur, dass diese Prüfungen bestehen. Geräte-UUID, Export-Pfad oder Mount-Optionen werden nicht gegen den echten Server validiert.

Risiken

  • Ein falsches Gerät oder ein doppelter Einhängepunkt kann ein Dateisystem überdecken und Daten verbergen.
  • Netzwerk-Mounts ohne _netdev können den Boot auf einen unerreichbaren Server warten lassen.
  • Ein ungültiger fsck-Pass kann eine Dateisystemprüfung überspringen oder bei mehreren Geräten mit Pass 1 die Reihenfolge durcheinanderbringen.

Grenzen

  • Das Werkzeug prüft nicht, ob Geräte oder NFS-Exporte tatsächlich existieren.
  • Es parst keine exotische fstab-Syntax wie Anführungszeichen oder maskierte Leerzeichen in Gerätenamen.
  • Es ist eine Syntax- und Konsistenzprüfung, kein Mount-Test.

Offizielle Referenzen

FAQ

Wofür ist die fsck-Pass-Spalte da?

Spalte 6 steuert, wann fsck das Dateisystem beim Boot prüft: 0 deaktiviert die Prüfung, 1 ist das Root-Dateisystem, 2 steht für andere Dateisysteme, die nach dem Root geprüft werden. Werte über 2 sind ungültig.

Warum ist _netdev bei NFS wichtig?

Ohne _netdev kann das System versuchen, die NFS-Freigabe zu mounten, bevor das Netzwerk steht, was den Boot anhalten kann. Mit _netdev (oder systemd-Automount) wartet der Mount auf das Netzwerk.

Bedeutet ein sauberes Ergebnis, dass meine Mounts funktionieren?

Nein. Das Werkzeug prüft nur Struktur und offensichtliche Fehler. Ein defekter Export-Pfad, eine ungültige UUID oder ein falscher Server schlagen weiterhin beim Mount fehl.